Do
26
Nov
2009
Eine Liste der Grausamkeiten?
Warum ist Geldern klamm? Das ist die Frage, vor der die Gelderner Bürgerinnen und Bürger stehen. Sind es die Pflichtaufgaben oder die freiwilligen Leistungen der Stadt?
Sind es realitätsfremde, Millionen verschlingende und über Kredite finanzierte Visionen ohne durchschlagende Konzepte? Sind es 60 Jahre selbstherrlicher CDU Ratsmehrheit mit der Lizenz für
Wahlgeschenke? Sind es Luxuriöse Beratungseinrichtungen der Verwaltung ohne Bedarf?
Wohl von allem etwas. Nicht
wenige sind auch der Meinung, Geldern ist eher deshalb klamm, weil in den vergangenen 60 Jahren selbstherrlicher CDU Ratsmehrheit, zu vielen Millionen durch gewunken wurden. Das Handeln zum Wohle der Gelderner Bürgerinnen und Bürger erfordert einen ausgeglichenen Haushalt. Haushaltausgleich ist das
Ergebnis eines guten und wirtschaftlichen Umgangs mit den vorhandenen Finanzen. Weil Gelderns finanziellen Möglichkeiten überschätz und die Wünsche finanziell unterschätz wurden, ist Gelderns
Kasse leer.
Ein Patentrezept aus dem Dilemma wird es nicht geben, da dieselben Symptome, nämlich Deckungslücken und Fehlbeträge, im Einzelfall die unterschiedlichsten Ursachen haben können. Die Überwindung
von Deckungslücken und Fehlbeträgen kann nur gelingen, wenn die Aufgabenkritik fortgeschrieben und der Umsetzungsprozess gleichzeitig von einer tatsächlichen Verantwortung und Kreativität der
Verwaltung sowie der kommunalpolitischen Vertreter und Institutionen eingefordert und umgesetzt wird. Diese reichen von der Definition des Defizits über das Auffinden von
Konsolidierungspotentialen bis zu strategischen Konsolidierungsansätzen. Wer heute nicht beginnt zu handeln, wird mittelfristig handlungsunfähig sein.
Ein Streichkonzert ohne Rücksicht auf Verluste bei den freiwilligen Leistungen ist der falsche Ansatz und
würde die treffen die es nicht verdient haben.
I. Toskov
