[Geldern 26.11.2008] Der Schulausschuss
befasste sich in seiner gestrigen Sitzung zunächst mit den Anmeldungen an den Grundschulen für das Schuljahr 2009/2010. Aufgrund der Anmeldungen sollen folgende Eingangsklassen
eingerichtet werden:
St.-Adelheid-Schule, Geldern: 66 Anmeldungen = 3 Eingangsklassen
St.-Michael-Schule, Geldern: 60 Anmeldungen = 2 Eingangsklassen
Albert-Schweizer-Schule, Geldern: 51 Anmeldungen = 2 Eingansklassen
St.-Antonius-Schule, Hartefeld: 20 Anmeldungen = 1 Eingangsklasse
Marienschule, Kapellen: 19 Anmeldungen = 1 Eingangsklasse
St.-Martini-Schule, Veert: 50 Anmeldungen = 2 Eingangsklassen
St.-Luzia-Schule, Walbeck: 71 Anmeldungen = 3 Eingangsklassen
Der Beschluss des Ausschusses wurde einstimmig geschlossen. Die FDP-Fraktion merkte allerdings kritisch an, dass die voraussichtlichen Schülerzahlen für die St.-Michael-Schule im
Schulentwicklungsplan besser kalkuliert werden sollte. Der Ruf der Schule ist, wie man den Anmeldungen entnehmen kann, sehr gut. Dies muss seinen Niederschlag auch in den Kalkulationen der Verwaltung
wiederfinden.
Im nächsten Tagesordnungspunkt "Nachmittagsunterricht in den Sekundarschulen" ging es um den Bau der Mensen. Die Oppositionsparteien hatten im vergangenen Jahr einen voreiligen
Beschluss verhindert. Die CDU-Fraktion wollte für das Jahr 2008 sämtliche Mittel für den Bau der Mensen bereitstellen. Nun konnte der konkrete Bedarf mit den Schulen ermittelt werden. Das Ergbnis
zeigt, dass an vielen Einrichtungen keine Neubauten erforderlich ist:
Anne-Frank-Schule/Realschule an der Fleuth: Anbau für beide Schulen 200.000 €
Geschwister-Scholl-Schule: Neubau eines Raumes 200.000 €
Realschule am Westwall: Anbau an den Pausenraum 357.000 €
Friedrich-Spee-Gymnasium: Anbei an der Hausmeisterwohnung 200.000 €
Lise-Meitner-Gymnasium: Ausbau Pausenhalle 110.000 €
Der Ausschuss beschloss einstimmig, die entsprechenden Mittel bereitzustellen und einen Förderantrag (max. 500.000 €) zu stellen. Die konkreten Planungen sollen von der Verwaltung mit den
Schulleitern abgestimmt und dem Ausschuss vorgelegt werden.
Im Anschluss nahm der Ausschuss einstimmig den Entwurf des 5. Schulentwicklungsplanes für die Jahre 2008 bis 2013 zur Kenntnis.
Ebenfalls einstimmig wurden die Teilbereiche "Schule" des Haushaltes 2009 beraten und beschlossen.
[Geldern 08.06.2008] In der öffentlichen
Sitzung des Schulausschusses am vergangenen Donnerstag (05.06.) ging es zunächst um den Nachtragsunterricht in den Sekundarschulen, genauer um den Bau von Mensen an den Gelderner
Gymnasien und Realschulen. Die Verwaltung präsentierte hier die neusten Erkenntnisse. Die Schulleitungen wurden nach möglichen Standorten für die Mensen befragt. Der Ausschuss konnte sich noch auf
keinen Standort festlegen. Zunächst soll eine Elternbefragung vorgenommen werden. Die FDP-Fraktion forderte in der Sitzung, dass dieser Fragebogen zunächst der Politik vorgelegt werden solle.
Viele Fragen der Liberalen - Wer kocht das Mittagsessen? / Wie teuer sollen die Mahlzeiten sein? / Welche Qualität soll das Essen haben? - konnten nicht abschließend beantwortet werden. Die Freien
Demokraten sind der Auffassung, dass genau diese Fragen für die Eltern wichtig sind und großen Einfluss auf die Entscheidung für oder gegen eine Verpflegung über die Schulen haben wird. Laut
Stadtverwaltung sollen vorsorglich 25.000,00 Euro für Pädagogen für die Mittagsbetreuung bereitgestellt werden.
Im nächsten Tagesordnungspunkt beriet der Ausschuss den SPD-Antrag zur Umwandlung einer Realschule und eines Gymnasiums in eine Ganztagsschule. Alle Fraktionen waren sich hier einig,
dass dieser Antrag zu früh kommt und zunächst die Entscheidung des Ministeriums bzw. die weiteren Reform-Schritte auf Landesebene abgewartet werden müssen.
Im Anschluss beriet auch der Schulausschuss über die Quartiersentwicklung "Michales4tel" und die Auswirkungen auf die St.-Michael-Schule. Diesbezüglich wird auf den
Bericht zum Planungsausschuss vom 04.06. und den Bericht "Opposition setzt Mehrheitsfraktion erneut und Druck" vom 05.06. verwiesen. Die FDP lehnt den von der CDU beschlossenen Weg ab. Vor einer
Entscheidung über die weitere Verfolgung des Projektes "Michaels4tel" muss eine Analyse für den Standort Michaelschule vorgenommen werden. Anhand dieser Analyse ist die Standortfrage der Grundschule
zu klären.
Im folgenden Tagesordnungspunkt beriet der Schulausschuss unter der Überschrift "Schulentwicklung im Bereich der Grundschulen" über die Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung.
Die FDP-Fraktion hinterfragte in der Sitzung die Planzahlen für die einzelnen Schulen. Die Liberalen kommen zu dem Ergebnis, dass für die Albert-Schweitzer-Schule grundsätzlich zu hohe und für die
Michaelschule grundsätzlich zu niedrige Zahlen unterstellt werden. Eine Betrachtung der letzten Jahre bestätigt dies. Die Verwaltung sieht dies anders - die Michaelschule soll nicht "totgerechnet
werden". Die Planfortschreibung wurde schließlich gegen die Stimmen der SPD beschlossen.
Schließlich nahm der Ausschuss die Aufgabendarstellung des Amtes 51 - Amt für Jugend, Schule und Sport zur Kenntnis.
Außerdem stellte die SPD einen Antrag an die Verwaltung, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans (SEP) im Primar- und Sekundar-Bereich gemeinsam mit einem
externen Mitglied erstellt. Dort sollen alle wichtigen Themen einbezogen werden: Grundschule 6 Jahre, Ganztag im Sekundarbereich, Mittagsbetreuung, Mensen und alles was noch für die Zukunft anstehen
könnte. Die Verwaltung nahm dies zur Kenntnis.
[Geldern 12.03.2008] Der Schulausschuss
beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung (11.03.) zunächst mit den Schulanmeldungen für das kommende Schuljahr 2008/2009. Nach aktuellem Stand plant die Verwaltung an der
St.-Adelheid-Schule und der St.-Michael-Schule jeweils 2 Eingangsklassen zu bilden. FDP und SPD fordern hier aufgrund von 63 bzw. 64 Anmeldungen die Bildung von jeweils 3 Eingangsklassen. Die
Verwaltung gab an, dass sie damit rechne, dass sich die Zahlen noch nach unten verändern werden. Somit bleibt abzuwarten, ob an den beiden Grundschulen 2 oder 3 Eingangsklassen gebildet
werden:
Grundschulen:
St.-Adelheid-Schule: 63 Anmeldungen, 2 Eingangsklassen
St.-Michael Schule: 64 Anmeldungen, 2 Eingangsklassen
Albert-Schweitzer-Schule: 43 Anmeldungen, 2 Eingangsklassen
St.Antonius-Schule (Hartefeld): 30 Anmeldungen, 1 Eingangsklasse
Marienschule (Kapellen): 22 Anmeldungen, 1 Eingangsklasse
St.Martini-Schule (Veert): 62 Anmeldungen, 3 Eingangsklassen
St.-Luzia-Schule (Walbeck): 46 Anmeldungen, 2 Eingangsklassen
Hauptschulen:
Anne-Frank-Schule: 25 Anmeldungen, 2 Eingangsklassen
Geschwister-Scholl-Schule: 48 Anmeldungen, 2 Eingangsklassen
Realschulen:
Realschule am Westwall: 132 Anmeldungen, 4 Eingangsklassen
Realschule an der Fleuth: 126 Anmeldungen, 4 Eingangsklassen
Liebfrauenschule: 120 Anmeldugnen, 4 Eingangsklassen
Gymnasien:
Lise-Meitner-Gymnasium: 120 Anmeldungen, 4 Eingangsklassen
Friedrich-Spee-Gymnasium: 102 Anmeldungen, 4 Eingangsklassen
Im zweiten Tagesordnungspunkt beriet der Ausschuss dann über die Auswirkungen des Nachmittagsunterrichts in den Sekundarschulen. Die Verwaltung legte verschiedene Varianten für den Bau von
Mensen an den weiterführenden Schulen vor. Diese variieren zwischen 317.500,00 Euro (Anbau an der Realschule am Westwall) und 1.913.872,00 Euro (Erweiterung des Bürgerforums für eine
gemeinsame Mensa der beiden Gymnasien.
Britta Bellgardt, sachkundige Bürgerin, machte für die FDP deutlich, dass die Stadt unter keinem Zeitdruck stehe - ein abschließender Beschluss des Ausschusses sei nicht erfoderlich. Außerdem seien
die vorgelegten Daten für eine Entscheidung nicht ausreichend. Die Liberalen fordern weiterhin eine konkrete Analyse des Bedarfs. Britta Bellgardt: "Bevor wir eine konkrete Planung
diskutieren können, müssen wir den Bedarf ermitteln. Dafür müssen die Schulen zunächst ihre Festlegungen treffen. An welchen Tagen wird der Unterricht ausgeweitet? Wieviele Schüler sind dann konkret
betroffen? Können die Gymnasien beispielsweise unterschiedliche Wochentage (z.B. LMG Montag und Mittwoch, FSG Dienstag und Donnerstag) nehmen, um die Schülerzahlen zu begrenzen?". Auch die
SPD-Fraktion teilte diese Auffassung und machte deutlich, dass der von der Verwaltung vorgelegte Beschlussvorschlag nicht mitgetragen werden könne.
Die CDU-Fraktion, welche auch im Schulausschluss über eine absolute Mehrheit verfügt, war in der Sitzung sichtlich geschockt und nicht bereit einen "Alleingang" zu wagen. Mit verschiedensten
Argumenten (keine Entscheidung bedeutet Stillstand) wurde versucht, die anderen Fraktionen ins Boot zu holen. Diese blieben jedoch standhaft und forderten eine Sitzungsunterbrechung. Diese wurde
genutzt, um einen eigenen Beschlussvorschlag zu formulieren: "Der Schulausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt Geldern Konzepte für die Mittagsversorgung von Schülern für a) das LMG und FSG
entsprechend der Varianten I, IV und der Variante I für das Bürgerforum vorrangig zu prüfen, und b) für die Anne-Frank-Schule und die Realschule an der Fleuth unter Berücksichtigung der Vorschläge
aus dem Schülerprojekt. Die Verwaltung wird beauftragt, die weiteren Planungen gemeinsam mit den Schulen voranzutreiben und in der nächsten Sitzung des Schulausschusses über den aktuellen Stand zu
berichten."
Dieser Beschlussvorschlag wurde gemeinsam von SPD, FDP und Grünen eingebracht und ohne Diskussion zur Abstimmung gestellt. Bei einer Enthaltung wurde dieser Vorschlag einstimmig angenommen.
Die CDU-Fraktion war mit dem Verlauf der Beratung sichtlich überfordert.
Im letzten öffentlichen Tagesordnungspunkt berichtete die Verwaltung schließlich über das neue Kompetenzzentrum Franziskusschule. Durch diesen "Umbau" soll die Franziskusschule von
einer Förderschule zu einem Kompetzenzentrum für sonderpädagogische Förderung werden, die ein Gesamtsystem sonderpädagogischer Förderung darstellt.